Seraja
Verlag-Reisen-Dienste mit Rainer und Beate Zelewske

 

Tag 21

 

 

Haben wir nicht alle denselben Vater? Hat uns nicht ein Gott geschaffen?

Warum können wir dann einander nicht treu sein,

sondern brechen den Bund unserer Väter?          


Maleachi 2,10



Mini-Impuls: Dass der lebendige Gott jeden von uns gewollt und geschaffen hat, sagt die Bibel. Sie erinnert uns hier an die Verbundenheit mit vielen anderen, die auch an den Gott der Bibel glauben.

Das ist eine tolle Chance, dass wir zur glaubenden Gemeinde gehören dürfen, die schon vor uns war, die jetzt ist, und die noch kommen wird.


Tages-Tipp: Väter- und Mütterbilder prägen. Wenn sie negativ waren, bleibt lange Zeit ein schaler Geschmack zurück, oder eine Last, an der man lange trägt.

Das biblische Vaterbild ist das eines guten und liebenden Vaters, der uns zugewandt ist, geduldig und treu.

Dieser Vater verbindet die Gläubigen auch untereinander. Darum sollten wir uns heute besonders darüber freuen, dass Gott so gut zu uns ist.

 

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Tag 22         

 

 

Wer Gott achtet und ehrt, hat ein gutes Leben. Er kann ruhig schlafen,

denn Angst vor Unglück kennt er nicht.  


Sprüche 19,23

 

 

Mini-Impuls: Jeder wünscht sich ein gutes Leben. Und andere, wenn sie uns zum Geburtstag gratulieren, wünschen uns das auch. Was aber bedeutet: „Dass es uns gut geht“?  Was gehört alles dazu?

Drei Dinge auf jeden Fall: GESUNDHEIT, EINKOMMEN und AUSKOMMEN!

 

Manche sagen: „GESUNDHEIT ist das Wichtigste!“ Ist es das denn?

Und EINKOMMEN, also, dass man hat, was man zum Leben braucht. Vielleicht noch ein bisschen mehr.

Auch AUSKOMMEN natürlich. Dass man Menschen hat, mit denen man gut auskommt. Die mich lieben, und die ich selbst lieb habe. In einer Familie sind das zuerst die Eltern und die Geschwister. Im erweiterten Kreis sind das die Verwandtschaft und die Freunde.

Sicher, die drei Lebens-Elemente Gesundheit, Einkommen und Auskommen sind wichtig.

 

Unser Tagesvers erinnert uns aber daran, dass ohne das vierte Element, das andere niemals den richtigen Wert haben kann.

Das vierte, oder besser, das   e r s t e   Element im Leben, sollte GOTT sein. Der Tagesvers sagt, worauf es ankommt: „Wer Gott achtet und ehrt, hat ein gutes Leben.“   

H a t   steht da. Punkt. Aus. Fertig.

Das heißt, dass Gott mein Leben gut nennt, wenn ich an IHN glaube. Könnte sein, dass ich manches nicht habe, was andere haben.

Oder unbedingt haben und erreichen möchte. Wenn aber Gott in meinem Leben ist, ist es gut, und wird es gut!

So einfach ist das!

 

Einfach?

Von Gott her gesehen ja, aber auch von mir aus gesehen?

An jedem neuen Tag, auch an diesem, darf ich die Entscheidung treffen, mich auf den lebendigen Gott zu verlassen. Und mich gerne von IHM führen zu lassen.

Das hat seine Auswirkungen bis in die Schlafgewohnheiten hinein und den Umgang mit Angst. Weil ich zu IHM beten, und IHM alles hinlegen kann was mich besorgt, vielleicht nicht so froh macht. Jesus hört mich, versteht mich und begleitet mich.

Will ich noch mehr?


Tages-Tipp: Ich überlege, wie ich die vier wichtigen Elemente, die zu einem guten Leben gehören, heute erlebe:

1 JESUS und mein Glaube an IHN.  

2 GESUNDHEIT, und was ich selbst dazu tun kann, dass sie bleibt.  

3 EINKOMMEN, was ich alles habe, damit ich materiell gut leben kann. 

4 AUSKOMMEN, die Menschen, die mir nahe sind, und denen ich nahe sein möchte.

 

Ich möchte heute und an jedem Tag dafür danken, dass ich habe, was ich aus der Sicht Gottes zu einem für mich guten Leben brauche.

Und wo ER mich motiviert, selbst für etwas zu sorgen, will ich das gerne tun. Denn Für-Sorge, für sich selbst und für andere, ist auch eine geistliche Gabe, die von Gott kommt.

 

 

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Tag 23

 

 

Ihr sagt:

„Welchen Wert hat es, Gott zu dienen?

Was haben wir davon, dass wir seine Gebote befolgen

und unsere falschen Wege vor dem Herrn,

dem Allmächtigen bereuen?

Den Gottlosen geht es viel besser.

Obwohl sie Böses tun, geht es ihnen gut.

Ja, sie stellten Gott auf die Probe

und wurden trotzdem nicht bestraft.“

Da unterhielten sich die, die den Herrn achteten, miteinander,

und der Herr bemerkte es und hörte ihnen zu.

Und er ließ alle, die Ehrfurcht vor ihm hatten und seinen Namen achteten, in ein Buch eintragen, um sich an sie zu erinnern.

„An dem Tag, an dem ich handle, werden sie mir gehören“,

spricht der allmächtige Herr.

„Ich werde sie verschonen, wie ein Vater sein Kind verschont,

das ihn achtet.

Dann werdet ihr den Unterschied zwischen den Gerechten und den Gottlosen, zwischen denen, die Gott dienen, und denen, die dies nicht tun, erkennen.“                                                  


Maleachi 3,14-18



Mini-Impuls: Nicht immer wirkt sich hier aus, wie Menschen  über Gott reden, mit IHM oder auch gar nicht mit IHM leben.

Mancher Christ würde sich schon hier einen Unterschied zwischen den an Gott glaubenden Menschen wünschen, und denen, die bewusst ihren Lebensweg ohne Gott gehen.

Sie denken dabei besonders an Bewahrung und Verschonung, also an äußeres Glück.

 

Mancher Spötter wird uralt, während es sein kann, dass an Jesus Christus gläubige Menschen mit Krankheit und Handicaps zu kämpfen haben.

Warum ist das so?

Wir werden es nicht erklären und aufklären können, weil über dem Leben aller Menschen „das Dann“ dieses Textes liegt.

 

Dann, d.h. später, also in der Ewigkeit bei Gott, wird offenbar, was den Gläubigen von einem Ungläubigen unterscheidet.

Und es wird denen, die dem Werben Gottes um ihr Leben bewusst aus dem Weg gegangen sind klar, was es bedeutet eine Ewigkeit zu haben, in der es Gott und seine Liebe nicht mehr gibt.

Diese Spannung auszuhalten ist nicht immer leicht, aber nötig, um als Christ ein glückliches und entspanntes Leben führen zu können.


Tages-Tipp: Es gibt bereits   h e u t e   Unterschiede zwischen an Gott glaubenden Menschen und den anderen.

Sie liegen meist im inneren Bereich. Allein die Tatsache, dass es einmal die Ewigkeit bei Gott für uns gibt, lässt ganz anders leben.

Und Jesus in unserem Leben schon hier, der uns durch sein Wort prägt und uns durch das Leben begleitet. Vielleicht auch viel öfter bewahrt und verschont als uns bewusst ist.

 

Beten dürfen wir, auch um Heilung und Besserung.

Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet“, sagt Jak 4,2b.  Wenn das kein Unterschied ist?!

Dieser Wert, und vieles andere mehr, unterscheidet einen an Jesus gläubigen Menschen von der Oberflächlichkeit dieser Welt. 

 

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Tag 24         

 

 

Wer über die Fehler anderer hinwegsieht, gewinnt ihre Liebe. Wer alte Fehler immer wieder ausgräbt, zerstört jede Freundschaft.  


Sprüche 17,9

 

 

Mini-Impuls: Freunde gewinnen, Freunde haben und Freunde behalten – wer möchte das nicht?

Ein Freund ist jemand, der zu einem hält, und auf den man sich verlassen kann. Ein Freund ist jemand, mit dem man Geheimnisse teilen, und dem man etwas anvertrauen kann, was man einem anderen nicht sagen würde. Freundschaft erleben, ist ein hohes Gut.

In Zeiten, in denen man Kind ist, später auch als Jugendlicher, sind gute Freunde besonders wichtig.

Aber auch als Erwachsener ist man froh, Menschen zu haben, denen man vertrauen kann, und die einem selbst vertrauen. Ohne viele Worte vorher, ist man gleich beieinander, versteht sich, erlebt Nähe.

Es tut gut, sich nicht nur zu vertrauen, sondern Menschen zu haben, denen man sich anvertrauen kann, die einen verstehen, und deren Rat man gerne hört und befolgt. Wenn es Menschen sind, mit denen man beten kann, ist das ein ganz besonderes Geschenk.

 

Wie der Tagesvers sagt, wird sich echte Freundschaft entwickeln. Plötzlich ist da mehr als  Sympathie. Da ist wirkliche Anteilnahme und Lebensbegleitung. In Freundschaft darf man investieren, zum Beispiel Großzügigkeit. Da stehen nicht Fehler im Vordergrund, sondern Verstehen und Vertrauen.

Manchmal allerdings gibt es auch in Freundschaften Enttäuschungen, und Reaktionen, die man so nicht erwartet hätte. Warum auch immer, leider ist auch so etwas möglich.

Christen haben früher gesagt: „Menschen können enttäuschen, Jesus aber enttäuscht nie!“ Daran dürfen wir besonders denken, wenn wir Enttäuschung erleben sollten.

Jesus freut sich, wenn wir Menschen haben, die unsere Freunde sind. ER will aber auch unser Freund sein. In  einer bestimmten Situation sagt ER zu Menschen, die ihm nahe stehen: „Ihr seid meine Freunde!“ (Jh 15,14) Das dürfen wir glauben, und uns darüber freuen.


Tages-Tipp: Ich überlege, wen ich als Freund habe oder schon hatte. Wie ist es dazu gekommen, dass wir Freunde wurden? Wie gestalten wir unsere Freundschaft? Ist es gut so, oder sollte ich mehr investieren, z.B. Zeit, Vertrauen oder anderes?

Wenn es gut ist, will ich mich freuen, und dafür danken. Ich will mich heute besonders darüber freuen, dass Jesus mich seinen Freund nennt, wenn ich zulasse, dass ER mir nahe  ist, und mich auf meinem Lebensweg führt und segnet. Wie gut, dass es diesen besonderen Freund für uns alle gibt!

 

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Tag 25         

 

 

Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist.

Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht.

Denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst. 


Josua 1,9

 

Mini-Impuls: Es scheint uns eher zu gelingen, entsetzt und ängstlich zu sein. Ist ja auch nicht schwer bei den vielen negativen Nachrichten, die wir Tag für Tag hören.

Manchmal kann man sich gar nicht befreien von dem, was an Schlimmem gesagt und gesendet wird. Dazu immer wieder Gesprächsfetzen, die man aufschnappt von anderen, die das Schwere und die Not ihres Lebens beschreiben. Wenn man dann noch sensibel ist, gerne helfen und Not abbauen möchte, kann sich all das Negative schon mächtig auf einen legen.

Da tut es gut, durch den Tagesvers von Gott geboten zu bekommen, getrost und unverzagt zu sein.

Es gibt nicht nur die zehn bekannten Gebote, sondern auch viele nicht so bekannte, so wie diesen Vers. Er ist auch ein Gebot, heißt, dass Gott möchte, dass wir nicht das Unvermögen und das menschliche Grauen zuerst ansehen.

Denn wo unser Blick zuerst hingeht, kann prägend sein. Getrost und unverzagt dürfen Christen sein, weil Gottes Gebote immer auch An-Gebote zu einem guten Leben sind.

 

An-Gebot 1 ist, dass Gott da ist, ganz nahe bei mir, weil ich das zulasse!

An-Gebot 2 ist, dass Gott mir hilft, mein Leben gut zu bewältigen.

Not und menschliches Unvermögen anzusehen macht manchmal träge, nimmt einem die Lebenslust.

In seinem An-Gebot 2 erinnert mich Gott daran, dass ER mit mir ist in allem, was ich tue.

Heißt doch, ich habe viel Freiheit, mein Leben zu gestalten, wenn es den Geboten Gottes nicht widerspricht. Was für eine Perspektive!

Da bekommt man viel Lust zum Leben, und ist froh, dass es einen gibt, der mich motiviert, weil ER die Perspektive kennt.

Nicht den Kopf einziehen vor dem Schrecklichen, sondern Herz und Augen auf Gott richten, und dann froh nach vorn gelebt. Dann wird das Leben gelingen!


Tages-Tipp: Ich suche in der Bibel nach anderen Aussagen, in denen den an Gott glaubenden Menschen wie mich, etwas „geboten“, d.h. an-geboten, wird.

Diese Aussagen will ich aufschreiben, immer wieder mal lesen, und überlegen, was sie für mich bedeuten können, wo sie mich an Aufgaben erinnern, wo sie mich korrigieren wollen, und wo sie mir Trost und Mut zusprechen.

 

 

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Tag 26      

 

 

Du, Herr, bist   a l l e s,   was ich habe. Du gibst mir   a l l e s,  

was ich brauche.

In deiner Hand liegt meine Zukunft.   


Psalm 16,5

 

 

Mini-Impuls:  Was ist alles, das ich habe? Was ist alles, das ich brauche? Wenn ich meine Sachen ansehe, dann sind das ganz schön viele. Es scheinen sogar noch mehr zu werden, weil andere mir sagen wollen, was ich nötig brauche. Kostet ja nur etwas Geld, und schon gehört es zu mir.

Ja, ich habe viele Sachen! Aber brauche ich auch, was ich habe? Von einigem habe ich mich schon getrennt, und werde mich weiter von Krempel trennen, weil Sachen gut sind, oft nötig,  aber dann doch nicht glücklich machen.

 

Da ist es mit meinen Beziehungen schon anders. Das sind nicht zu beschreibende Reichtümer, wenn ich an jeden denke, der zu meinem engsten Lebenskreis gehört.

Gute Beziehungen machen glücklich! Weil es ganz liebe Menschen sind, die mich lieben, und die gut zu mir sind. Ganz liebe Menschen,  die ich auch liebe, und  zu denen ich gut sein möchte.

Allerdings, Beziehungen sind auch nur Glück auf Zeit. Einmal, hoffentlich noch lange nicht, wird er kommen, der Abschied.

Was  bleibt dann?

Für einen Christen bleibt die Freude auf das Wiedersehen in der Ewigkeit. Das ist viel, sehr viel!

Was bleibt noch?

ER bleibt, ER der Herr, denn, so sagt es der Tagesvers: „Du, Herr, bist alles, was ich habe. Du gibst mir alles, was ich brauche.“

Da war eine reiche und gesegnete Vergangenheit mit vielen guten und ganz besonderen Zeiten.

Und da ist eine Gegenwart, die hoffentlich noch lange dauern darf, mit ebenfalls reichen und gesegneten Zeiten. Und schönen Sachen, die ich habe, und über die ich mich freue.

Vor allem aber freue ich mich über die Menschen, zu denen ich in einer engen Beziehung stehen darf. Die mich annehmen, wie ich bin. Die mich wollen. Die mich verstehen, weil sie zu mir stehen. Wie reich bin ich!

 

Im Tagesvers steht auch: „In deiner Hand liegt meine Zukunft!“ Manchmal gibt es ärztliche Diagnosen, die einen erschüttern können, weil sie einem die Zukunft nehmen wollen.

Dabei gibt es nur EINEN, der über meine Zukunft bestimmen kann und wird: Jesus, der lebendige Herr. ER ist Arzt und Heiler, wenn es seinem Willen entspricht.

Und ER ist Hoffnungsmacher und Ewigkeits-Vorbereiter, wenn es denn Zeit dafür ist. Wer das berücksichtigt, will leben, erfüllt leben, ohne Angst leben mit einer ansteckenden, und hoffentlich lange währenden Lebens-Freude.


Tagestipp: Ich überlege, wo es ein Zuviel in meinem Leben gibt, gerade auch an Sachen und Besorgtem. Wovon soll ich mich trennen?

Denn je weniger man hat, und je weniger man sich mit Unnützem beschäftigt, je mehr  Zeit hat man für das Eigentliche.

Ich beschließe, mich mehr auf das Eigentliche zu besinnen: Den Glauben an Jesus, meinen Herrn und alles, was mit IHM, seinem Wort und seiner Gemeinde zu tun hat.

Und mit den Menschen, zu denen ich in einer persönlichen Beziehung stehe. Da will ich gerne viel Zeit und viel Liebe investieren. Und was sonst noch gefragt und gebraucht ist!

 

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Tag 27      

 


Gesegnet ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt.


Jeremia 17,7


Mini-Impuls: Es gibt Klischees, die sagen, auf was und auf wen Männer sich verlassen. Vorn dran steht ihre Kraft und ihre Leistungsstärke. Ja, Männer können was, und können auch viel erreichen!

Zu den Klischees gehört, dass Männer darum vorne dran sind, weil sie das, was sie haben und gerne zeigen, aus sich selbst haben. Ja, Männer kriegen viel hin, wenn sie wollen. Und sie wollen!

Wenn ihnen dann noch jemand sagt wie gut sie sind, wollen sie immer noch mehr. Ja, Männer bekommen ihren Antrieb auch durch Komplimente. Dabei sind das alles nur Klischees. Unwirkliche Vorgaben.

 

Denn Männer, die wirkliche Männer sind, sind gerne auch abhängig, lehnen sich an, hören zu, und können ganz leise sein. Das Klischee hat aus Männern Laut-Sprecher gemacht.

Sicher, manchmal müssen Männer groß auftreten, obwohl sie sich ziemlich klein fühlen. Warum das so ist? Weil andere, zum Beispiel die Gesellschaft, ein Männerbild aufgebaut hat, das dem wirklichen Mann sein gar nicht entspricht. Klischee ist es, nicht realisierbare Vorstellung.

Weil viele nicht wissen, wie ein Mann denn sein soll, treten sie so auf, wie sie auftreten. Manchmal überragend, manchmal jämmerlich. Manchmal würden sie lieber zurücktreten als vorzutreten. Nur, es hat ihnen noch keiner gesagt, dass das auch zum Mann sein gehört.

 

Männer, die die Bibel lesen, wissen, wie Männer sein sollen. So wie Gott, der Schöpfer sich das gedacht hat: „Gesegnet ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt!“

Gott ist stark, und ER macht den stark, der sich auf IHN verlässt. Diese Stärke lässt Männer abhängig von Gott, aber froh leben. Weil ich vor IHM, und auch vor Menschen, Gefühle zeigen darf. Manchmal auch hilflos, abhängig und schwach sein darf.

Oft aber auch stark, ganz stark, weil die Stärke, die ich dann habe, von Gott kommt. Von dem Gott,  der mich so annimmt wie ich bin, mich verändert, und mich zum Segen für mich und andere gerne leben lässt.

 

Tages-Tipp: Ich überlege, wo ich mich von Klischees, die die Gesellschaft vorgibt, leiten und bestimmen lasse. Im Gebet will ich Gott sagen, dass ER mir hilft, meine Gefühle, Gedanken und Vorhaben in Einklang zu bringen mit dem, was ER für mich gedacht hat.

Ein gesegnetes Leben möchte ich gerne führen. Unabhängig von irgendwelchen weltlichen Klischees und Vorstellungen. Aber gerne abhängig von Gottes Nähe und seiner Kraft.

 

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Tag 28      

 

 

Jesus spricht: „Ich bin das Licht der Welt.“ 


Johannes 8,12

 

Mini-Impuls: Manchmal entdecken wir Dunkelheit in der Welt. Zum Beispiel, wenn Menschen nicht gut zueinander sind. Oder wenn sie uns nicht verstehen wollen, obwohl wir es gut mit ihnen meinen.

Es sind nicht nur die großen Dunkelheiten, mit denen die Politik sich beschäftigen muss, weil Völker nicht miteinander klar kommen. Es sind auch die kleinen Dunkelheiten, die wir selbst erleben. Sie bringen die Sehnsucht nach dem Licht, das die Finsternis vertreibt. Nach dem Licht, das diese Welt warm und hell macht.

 

Gott hat seine Friedensbotschaft schon lange in die Welt gerufen. Jesaja sagt (8,23): „Es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind!“ Manche, viel zu wenige,  haben sich auf Gottes Heilsbotschaft eingelassen. Sie wurden verändert und selbst zu Lichtträgern.

 

Damit es aber alle Menschen auf der Welt werden können, wurde Weihnachten. Jesus kam vom Himmel auf die Erde. Die Herrlichkeit Gottes strahlte in die Welt. Engel sangen ein Loblied auf Gott, der die Menschen so liebt, dass er ganz klein wird und als Mensch unter uns Menschen lebt. Damit begann ein neues Zeitalter, denn die Dunkelheit, das Böse, wurden besiegt und verjagt. Jesus wurde zum Heilsbringer, zum Licht für die Welt.

 

Wer das glaubt, versteht, dass kein Platz mehr auf der Welt ist für das, was das Zusammenleben schwer macht. Weil Jesus nur Frieden, Freiheit und Freude möchte. Also eine Welt und ein Leben, in der die Menschen sich verstehen und ein gutes Leben haben.

 

Nicht zu verstehen ist, dass viele lieber in ihrer Lebens-Dunkelkammer bleiben, obwohl Gottes Licht auch in ihr Leben fallen und sie verändern möchte.

Dort, wo Menschen zu Christen werden, indem sie Gott ihr Leben ausliefern und an IHN glauben, wird etwas sichtbar von dem Licht Gottes für die Welt. Denn so wie der Mond sein Licht von der Sonne bekommt, werden auch die Christen die Liebe, Barmherzigkeit und Freude ausstrahlen, die sie von Jesus bekommen haben.


Tages-Tipp: Manchmal kann man nicht mal mehr die Tagesschau ansehen, weil Nachrichten und Bilder gebracht werden, die die Dunkelheit dieser Welt zeigen.

Dabei ist das immer nur die eine Seite der Welt. Die andere ist die der Menschen, die Gottes Lichtträger geworden sind, weil ER ihnen ihre Schuld vergeben und sie zu seinen Kindern gemacht hat. Millionen Menschen sind das. Weltweit.

 

Da Gott auch mich als sein Lichtträger haben möchte, ist die tägliche Einladung an mich, IHM zu vertrauen, und als sein Lichtträger zu leben. Gerne darf dort, wo ich heute bin, etwas sichtbar werden von dem Licht, das Jesus selbst für die Welt ist und sein will.

 

 

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Tag 29

 

 

Glücklich ist das Volk, das dir zujubelt,

denn sie werden im Licht deiner Gegenwart leben.

Den ganzen Tag freuen sie sich über deinen herrlichen Namen

und jubeln über deine Gerechtigkeit.

Du bist ihre besondere Stärke, all unsere Macht beruht auf deiner Güte. 


Psalm 89,16-18

 


Mini-Impuls:  Christen vertrauen einem starken Gott, der gut zu ihnen ist und ihr Leben mit seiner Gegenwart erfüllen möchte. Wenn sie das zulassen! 

Wenn ihnen bewusst ist was das bedeutet, jubeln sie. Vielleicht  leise, vielleicht laut. Je nach Temperament.

Christen beten Gott an, der heilig und mächtig, und jedem von ihnen doch ganz nahe ist. Spürbar und erlebbar nahe.  Auch heute.


Tages-Tipp: Ich will heute mein Glück entdecken, das Gott für mich bereit hält. Dieses Glück ist unabhängig  von dem, wie Menschen zu mir sind,  was sie zu mir sagen und wie sie mit mir umgehen.

 

 

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Tag 30      

 

 

Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott, den Herrn. Dass ich verkündige all dein Tun. 

Psalm 73,28



Mini-Impuls: Freude wünschen wir uns, und Freude erleben wir oft. „Damit hast du mir eine Freude gemacht“, haben wir ungezählte Male zu anderen gesagt. Und wir haben uns gefreut, wenn andere zu uns gesagt haben: „Das freut mich jetzt aber!“

Freude ist ein von uns sehr erwünschtes Lebens-Thema, weil es so viel Freudlosigkeit und Traurigkeit um uns herum gibt. Wir blühen auf, wenn durch eine Überraschung, mit der wir nicht gerechnet haben, Freude in unser Leben fällt. Darüber sind wir froh.

Viele Augenblicke der Freude erzeugen nicht nur eine gute Stimmung, sondern lassen es uns selbst gut gehen. Und wem es gut geht, der geht auch anders. Beschwingt, vielleicht sogar hüpfend, irgendwie so, wie es tief innen in ihm aussieht.

 

Die größte Freude erleben wir, wenn wir uns zu Gott halten und unsere Zuversicht auf IHN setzen. Zu Gott halten, bedeutet, es für möglich zu halten, dass es IHN überhaupt gibt. Viele bezweifeln das.

Zu Gott halten, bedeutet auch, es für möglich zu halten, dass es IHN für  m i c h   gibt. Es gibt doch so vieles andere auch noch.

Dass man das glauben kann, dass es den lebendigen Gott für   m i c h   gibt, dass ER mich kennt und für mich sorgt, wenn ich an IHN glaube und IHM nachfolge, das ist eine Tatsache, die Freude auslöst.

 

Bleibende Freude. Also nicht nur vorübergehende Freude, die gibt`s doch auch. Nein, Freude, die bleibt.

Auch wenn es mir mal nicht so gut gehen sollte. Oder es Lebensführungen gibt, die ich nicht gleich verstehe. Dann ist ER trotzdem da, teilt mein Leben und lässt mich fest vertrauen. Zuversichtlich vertrauen.

Das will man nicht für sich behalten. Das muss und soll zu anderen, denen ich gerne etwas von dem sagen möchte, wie Gott denn wirklich ist. Und von dem zu erzählen, welche Freude es ist, Gott im eigenen Leben zu haben.


Tages-Tipp: Zeugnishaft leben, bedeutet, dass unser Leben bezeugt, was wir in Gott gefunden haben.

Das dürfen Worte sein. Es soll vor allem aber unser Leben sein, in dem etwas deutlich wird von Freude und von Zuversicht. Von Freude, die mehr ist als „gut gestimmt zu sein“, weil sie tief im Herzen zu Hause ist und meinen Charakter, meine Gedanken, Worte und Handlungen prägt.

 

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Tag 31


 

Stärkt eure müde gewordenen Hände und stellt euch fest

auf eure zitternden Knie! Schafft gerade Wege für eure Füße.

Dann werden alle, auch wenn sie schwach und lahm sind,

nicht stolpern und fallen, sondern stark werden!  


Hebräer 12,12-13

 


Mini-Impuls: Alles von Jesus zu erwarten, aber auch das zu tun, was ich tun kann, das gehört irgendwie zusammen.

Ich darf versagen, auch verzagen. Und manchmal darf ich auch klagen, wenn die Klage das richtige (Gottes) Ohr erreicht. Ich darf aber auch aufstehen, und mich den Herausforderungen stellen.

Gerade im Alter ist manches nicht mehr so, wie es mal war. Man kann Verluste registrieren und darüber klagen, dass  nicht mehr geht, was mal so gut ging.

 

In der Welt und in Gottes Gemeinde gibt es kleine, junge, erwachsene, älter werdende und ganz alte Menschen.

Bei den älter werdenden nimmt der Blick nach vorn ab, weil ihre Lebenszeit abnimmt. Kleine, Junge und Erwachsene streben nach vorn. So, als hätten sie alle Zeit der Welt zur Verfügung.

Und älter werdende Menschen? Wenn sich plötzlich einstellt, was vorher nie da war, und wenn es das Leben einschränkt: Wie gehen wir damit um? Es wird viel zu wenig darüber geredet, dass Einschränkungen auch zum Menschsein gehören. Und nicht nur, wenn man älter wird.

Leider gibt es zu wenige Menschen, die Freude ausstrahlen und Zuversicht trotz…..ja, trotz was denn?

Trotz nachlassendem Gedächtnis zum Beispiel. Trotz nachlassender Kraft, trotz sich häufender Besuche bei Ärzten und, und, und…

Wer sagt denn, dass Schwachheit, stolpern und fallen, nicht auch zum Leben gehören? Gott sagt das nicht!

 

ER sagt im Tagesvers, dass wir einander stärken dürfen, also viel Mut machen, besonders denen, bei denen es nicht mehr so geht, wie es mal ging.

Wenn wir selbst dazu gehören, dürfen wir uns darüber freuen, dass es gerade Wege und Stärke gibt. Vielleicht auch für unseren Körper. Dass durch Übungen und Training besser geht, was vorher nicht mehr so gut ging.

Immer aber innerlich. Bedeutet, dass eine gesunde und zuversichtliche Seele, wieder eine Perspektive hat, weil Gottes Wort sie aufbaut, sie nährt und ihr Zuversicht und Hoffnung gibt.


Tagestipp: Im Ausprobieren liegt viel Motivation. Wer nicht übt, wird nie können, was möglich ist. Stark darf ich sein, obwohl ich mich manchmal nur halb-stark fühle. Oder schwach. Stark darf ich  sein, weil Jesus mich stärkt durch sein Wort.

Menschen sollen wir sein, die nicht aufgeben, sondern IHM vertrauen und möglich machen, was möglich ist. Denn, wie heißt es so schön: „Alter ist eine Zahl. Keine Ausrede!“

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